Warum Tragen von Kindern gut ist?

 

Unsere Kinder kommen als "Traglinge" zur Welt!

 

Babys wollen Mamas Herz schlagen hören, Papas Duft riechen, einfach ganz nahe bei ihren Eltern sein.

 

Genau das ist auch richtig und gut für die Entwicklung der ganz Kleinen.

 

40 Wochen waren sie in Mamas Bauch, dort war es sicher, warm, kuschelig und alles war so vertraut. Mamas Herzschlag gab Geborgenheit.

Dann kommen sie auf eine Welt in der alles fremd und ungewohnt ist.

Es ist alles plötzlich so hell und laut, es riecht ungewohnt und man hat auf einmal so unendlich viel Platz.

Möglichst eng und nahe bei den Eltern zu sein gibt da Sicherheit und Geborgenheit.

Nebenbei fördert und festigt es die Eltern- Kind- Bindung.

Ein Band, das die Kinder für ihr gesamten Leben stark macht und auf das sie immer wieder zurückgreifen können.

 

Alle Kinder werden mit einer unreifen Hüfte geboren; die Verknöcherung beginnt erst im letzten Trimenster der Schwangerschaft und dauert bis ins Kleinkindalter an.

Ergonomisch korrektes Tragen begünstigt die Hüftreifung.

 

Auch die Wirbelsäule, die bei den Babys noch keine Doppel- S- Form, sondern noch eine C- Form hat, wird durch das richtige Tragen bei ihrer Entwicklung unterstützt.

Tragen kann aber noch mehr!

Da wir Menschen Traglinge sind, ist auch der Körper des Trägers perfekt daran angepasst. So kann Tragen durch die daraus entstehende Wärmeregulation unterstützend helfen bei Fieber, Zahnbeschwerden und auch bei Bauchweh.

Warum eine Trageberatung?

 

Es gibt ein großes Angebot von Tragetüchern und Tragehilfen auf dem Markt.

Begriffe wie „richtiges Tragen“ oder „Gruseltrage“ kursieren in den Internetforen und auch You- Tube bietet jede Menge Videos und Anleitungen.

Dabei wird oft vergessen, dass jede Trage und jede Bindeweise ihre ganz eigenen Merkmale hat.

In der Trageberatung wird ganz individuell auf die Wünsche, Bedürfnisse und Möglichkeiten von Eltern und Kind eingegangen. Danach richtet sich die Bindeweise oder die Tragehilfe.

Was für die eine Familie super ist, muss bei der anderen noch lange nicht das Richtige sein.

Auch werden Einschränkungen wie z.B. eine Kaiserschnittnarbe oder Stillschwierigkeiten berücksichtigt und Lösungen gefunden.

 

Linda Schneider

Trageberaterin